Bodensee

Urlaub in Tettnang am Bodensee

Bildquelle: Foto: Ingo2802, „Tettnang4“ auf Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0, Ausschnitt)

Tettnang im Hinterland des nördlichen Bodenseeufers, nur wenige Kilometer von Kressbronn und Langenargen entfernt, ist deutschlandweit als Zentrum des Hopfenanbaus bekannt — der „Tettnanger Hopfen" zählt zu den bekanntesten und aromatischsten Hopfensorten der Welt und beliefert Brauereien weit über die Region hinaus.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 882 als „Tetinanc" und gehörte damals zum Kloster St. Gallen; der spätere Name „Tettowang" setzt sich aus dem Namen seines Gründers Tetto und dem althochdeutschen Wort „wang" für ein Feldstück zusammen. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstand eine Burg, die 1182 in den Besitz der Grafen von Montfort überging; durch eine Erbteilung entstand rund ein Jahrhundert später die Linie Montfort-Tettnang, die den Ort 1297 zur Stadt erhob und zu ihrem territorialen Zentrum machte. Über Jahrhunderte war Tettnang damit Residenzstadt der Grafen von Montfort, ehe die politischen Umwälzungen der Napoleonischen Zeit auch hier ihre Spuren hinterließen: Durch den Frieden von Pressburg fiel die Stadt 1805 zunächst an Bayern, ehe sie nur fünf Jahre später, 1810, in württembergischen Besitz überging.

Altes Schloss und Rathaus

Das Alte Schloss, einst Residenz der Grafen von Montfort, beherbergt seit 1905 das Rathaus der Stadt: 1903 erwarb die Stadt Tettnang das Gebäude für rund 35.000 Mark und ließ es für weitere 60.000 Mark aufwendig herrichten, ehe es im Frühjahr 1905 als Rathaus eröffnet wurde. An der Schul- und Montfortstraße haben sich zudem einige der ältesten Bürgerhäuser der Stadt erhalten, darunter das Montfort-Amtsgebäude und die Schule, teils aus dem 16. Jahrhundert und teils aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Bildquelle: Foto: Ingo2802, „Tettnang3“ auf Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0, Ausschnitt)

Neues Schloss

Das Neue Schloss Tettnang zählt zu den eindrucksvollsten Rokoko-Bauten Oberschwabens und war bis ins 18. Jahrhundert Residenz der Grafen von Montfort. Erbaut zwischen 1712 und 1720, gestalteten die namhaftesten Künstler des Bodenseeraums die Innenräume mit üppiger Malerei und Stuck aus. Ein verheerender Brand beschädigte das Schloss 1753 schwer, sodass der Wiederaufbau mehrere Jahre in Anspruch nahm — erneut wurden dabei nur die besten verfügbaren Künstler engagiert. Die gräflichen Appartements, die Schlosskapelle, der Bacchussaal und das Fürstenzimmer vermitteln bis heute ein anschauliches Bild fürstlichen Luxus jener Zeit und können im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Hopfenland

Ab 1844 gewann der Hopfenanbau in Tettnang zunehmend an Bedeutung, begünstigt durch den späteren Anschluss an das Eisenbahnnetz, der den Versand in alle Welt erleichterte. Heute zählt das Hopfenanbaugebiet Tettnang mit rund 1.200 Hektar Anbaufläche und etwa 100 Hopfenbetrieben zu den kleineren der fünf deutschen Anbaugebiete und liefert rund sieben Prozent der deutschen Hopfenernte; die Aromasorte „Tettnanger" macht dabei mit rund 60 Prozent den Löwenanteil der hiesigen Anbaufläche aus. Im Hopfengut No. 20 lässt sich die mittlerweile über 175-jährige Geschichte des Tettnanger Hopfenanbaus hautnah erleben — von der Pflanze über den Anbau bis zur Verarbeitung.

Tettnanger Hopfenpfad

Der rund 7,7 Kilometer lange Tettnanger Hopfenpfad führt vom zentralen Bärenplatz über Dieglishofen und Siggenweiler, wo das Hopfengut No. 20 liegt, bis zur Brünnensweiler Höhe und wieder zurück nach Tettnang. Elf Stationen entlang der gut zwei Stunden dauernden Runde vermitteln Wissenswertes über Anbau, Ernte und Bierproduktion, während unterwegs mehrere Hofläden und Gasthäuser zur Rast einladen.

Aktivitäten & Natur

Die hügelige Landschaft rund um Tettnang lädt zu Wanderungen und Radtouren durch die weiten Hopfengärten ein, die der Region ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Auch die Tettnanger Hopfenschlaufe, eine beliebte Radroute von Friedrichshafen über Tettnang und Laimnau bis nach Kressbronn und Langenargen, führt mitten durch das Anbaugebiet. Der Bodensee mit den Uferorten Kressbronn und Langenargen liegt nur wenige Kilometer entfernt und ist von Tettnang aus schnell erreichbar.

Gut zu wissen

Der Bahnhof Tettnang bindet die Stadt gut an das regionale Schienennetz an, was Ausflüge zum See und ins Allgäu auch ohne eigenes Auto unkompliziert macht. Rund um den Bärenplatz und die Montfortstraße laden zahlreiche Cafés und Gasthäuser zur Einkehr ein, die neben oberschwäbischer Küche auch Biere mit dem regionalen Tettnanger Hopfen im Angebot haben.

Verfügbar in Tettnang

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Häufige Fragen zu Tettnang

Welche Unterkünfte gibt es in Tettnang?

In Tettnang finden Sie Ferienwohnungen. Sie buchen jeweils direkt beim Vermieter.

Fallen bei der Buchung in Tettnang Gebühren oder Provision an?

Nein. Das Gastgeberverzeichnis Bodensee vermittelt ohne Provision und ohne Buchungsgebühr: Sie fragen direkt beim Vermieter an.

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