Bodensee

Urlaub in Wasserburg am Bodensee

Wasserburg liegt auf einer kleinen, weit in den See hineinragenden Halbinsel im bayerischen Landkreis Lindau und zählt zu den fotogensten Orten am gesamten Bodensee — bis ins 18. Jahrhundert war der Ort sogar eine echte Insel.

Geschichte

Der Name Wasserburg taucht erstmals 784 als „wazzarburuc" in einer Urkunde des Klosters St. Gallen auf, dem zu dieser Zeit auch eine Kirche auf der damaligen Insel gehörte. Ihre Insellage bewährte sich 926, als ungarische Reiterverbände das Kloster St. Gallen verwüsteten: Abt Engilbert brachte die Alten und Kinder des Klosters ins sichere Wasserburg, das für die auf Kavallerie spezialisierten Ungarn uneinnehmbar war. Am 24. Juni 1358 legten Truppen des Städtebunds die damalige Burg in Schutt und Asche; 1386 gelangte Wasserburg für 650 Pfund Heller durch Vermittlung der Grafen von Ebersberg an die Grafen von Montfort, unter deren Herrschaft der Ort über Generationen blieb. Erst um das Jahr 1720 wurde die Insel durch einen Damm mit dem Festland verbunden — aus ihr entstand die heutige Halbinsel, die dem Ort seinen Namen bis heute erhalten hat.

Schloss Wasserburg

Das heutige Schloss wurde zwischen 1537 und 1555 von den Montforts als dreiflügelige Renaissanceanlage anstelle einer älteren Burg der Herren von Schellenberg errichtet; seine Mauern sind bis zu drei Meter dick. Ein Brand zerstörte am 17. Februar 1750 den Westflügel vollständig, der nie wieder aufgebaut wurde. 1755 kam das Schloss an das Haus Österreich und 1803 mit Wasserburg an Bayern; seit 1812 befindet es sich im Privatbesitz der Familie Köberle und beherbergt heute ein Hotel mit Restaurant.

Bildquelle: Foto: Holger Uwe Schmitt, „19.10.2020. Flug mit dem Zeppelin über Wasserburg. 02“ auf Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0, Ausschnitt)

Pfarrkirche St. Georg

Die Pfarrkirche St. Georg an der Spitze der Halbinsel geht auf jene bereits 784 erwähnte Kirche zurück, vermutlich zunächst ein kleiner Holzbau. Der heutige Kirchturm wurde 1403 vollendet, nach einem Blitzeinschlag 1655 jedoch zerstört und im Stil des Augsburger Baumeisters Elias Holl wieder aufgebaut. Mit seiner markanten Zwiebelhaube ist er bis heute das Wahrzeichen des Ortes und prägt die charakteristische Silhouette der Halbinsel.

Der Malerwinkel

Der Blick vom sogenannten Malerwinkel auf die Pfarrkirche St. Georg mit ihrem markanten Turm direkt am Ufer hat schon seit dem 19. Jahrhundert zahlreiche Maler und heute vor allem Fotografen angezogen — das Motiv zählt zu den meistfotografierten am ganzen See und ziert unzählige Postkarten und Reiseführer. Von hier reicht der Blick bei klarer Sicht über den See bis zu den Alpen der Schweiz, Österreichs und Liechtensteins.

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Ein Rad- und Wanderweg entlang des Ufers verbindet Wasserburg mit dem Nachbarort Nonnenhorn und führt direkt am Malerwinkel vorbei. Die gepflegten Gärten der Halbinsel und mehrere kleine Häfen laden zu einem gemütlichen Spaziergang rund um den Ortskern ein, während Obst- und Gemüsegärten rund um den Ort für Feinschmecker sorgen. Im Sommer laden zudem Bootsanlegestellen zum Ablegen mit Ausflugsschiffen ein, die Wasserburg mit anderen Orten am nördlichen Ufer verbinden, während der geschützte Hafen der Halbinsel auch Seglern gute Bedingungen bietet.

Kulinarik

Obst und Gemüse aus den Gärten rund um Wasserburg finden sich in mehreren Hofläden und Restaurants des Orts wieder, die regionale Küche mit Seeblick servieren; auch frischer Bodenseefisch wie Felchen gehört vielerorts zur Speisekarte.

Beste Reisezeit

Der Malerwinkel lässt sich zu jeder Jahreszeit fotografieren, besonders reizvoll zeigt er sich jedoch bei Sonnenuntergang im Sommer sowie an klaren Herbsttagen mit Blick auf die Alpen.

Gut zu wissen

Die kleine Halbinsel lässt sich in kurzer Zeit zu Fuß erkunden, was Wasserburg auch für einen spontanen Zwischenstopp auf dem Weg entlang des nördlichen Bodenseeufers attraktiv macht. Als staatlich anerkannter Luftkurort ist Wasserburg zudem eine von nur drei bayerischen Gemeinden, die direkt am Ufer des Bodensees liegen. Die Nähe zu Lindau, nur rund fünf Kilometer entfernt, sowie zu Nonnenhorn eröffnet zusätzliche Ausflugsmöglichkeiten entlang des Ufers.

Verfügbar in Wasserburg

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Häufige Fragen zu Wasserburg

Welche Unterkünfte gibt es in Wasserburg?

In Wasserburg finden Sie Ferienwohnungen und Pensionen. Sie buchen jeweils direkt beim Vermieter.

Fallen bei der Buchung in Wasserburg Gebühren oder Provision an?

Nein. Das Gastgeberverzeichnis Bodensee vermittelt ohne Provision und ohne Buchungsgebühr: Sie fragen direkt beim Vermieter an.

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