Bodensee

Urlaub in Arbon am Bodensee

Bildquelle: Foto: GFreihalter, „Arbon Schloss Arbon 585“ auf Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0, Ausschnitt)

Die Schweizer Hafenstadt am Bodensee blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück und verbindet römisches Erbe, mittelalterliche Bausubstanz und Industriegeschichte mit einer der schönsten Uferpromenaden am ganzen See.

Geschichte

Schon in der Jungsteinzeit siedelten Menschen am Ufer: Die Pfahlbauten von Arbon-Bleiche zählen zu den ältesten Fundstellen der Region und gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe der prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen. Die Römer erkannten die günstige Lage am See und errichteten hier mit Arbor Felix ein Kastell, dessen Name bis heute im Ortsnamen weiterlebt; im Jahr 610 ließen sich irische Wandermönche in der Siedlung nieder. 1255 verlieh Bischof Eberhard von Waldburg Arbon Markt- und Stadtrecht, und im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Hafen- und Handelsort, wovon das Schloss Arbon und die verwinkelten Gassen der Altstadt noch heute zeugen. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert prägte dann die Industrialisierung die Stadt: 1863 verlegte Franz Saurer seine Werkstatt nach Arbon, aus der ein Fahrzeug- und Maschinenhersteller von internationalem Rang wurde, der 1963 mit über 4500 Beschäftigten seinen Höchststand erreichte und über Jahrzehnte das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt bildete. Die Bevölkerung wuchs im Zuge dieser Entwicklung rasant von 1427 Einwohnern im Jahr 1850 auf über 10.000 um 1910, und in den 1920er- bis 1950er-Jahren war Arbon wegen seiner starken Arbeiterschaft und sozialdemokratischen Mehrheit als „rotes Arbon" bekannt. 1998 fusionierte die Stadt mit der bis dahin eigenständigen Ortsgemeinde Frasnacht.

Sehenswürdigkeiten

Das Schloss Arbon, dessen Bergfried im Kern auf das Jahr 993 zurückgeht und dessen heutige Gestalt von 1515 stammt, beherbergt im Historischen Museum Zeugnisse von 5500 Jahren Stadtgeschichte und liegt malerisch direkt am Ufer; der Schlossturm lässt sich besteigen. In der Altstadt lohnt ein Spaziergang durch die schmalen Gassen bis zum Fischmarktplatz mit seinem Brunnen, während einige der ehemaligen Saurer-Fabrikgebäude heute zu Kultur- und Wohnräumen umgestaltet sind und einen spannenden Kontrast zur historischen Bausubstanz bilden. Der knapp 40 Meter hohe Schädlerturm bietet von seiner Aussichtsplattform einen weiten Blick über die Stadt bis zu den Alpen.

Bildquelle: Foto: Barbara Steinemann, „Arbon am Bodensee“ auf Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0, Ausschnitt)

Strandbad und Seepromenade

Die knapp drei Kilometer lange Uferpromenade mit ihrer markanten Kastanienallee lädt zu ausgedehnten Spaziergängen mit Blick auf den See und die Schweizer Alpen ein. Das historische Strandbad Buchhorn aus dem Jahr 1930 zählt zu den schönsten Bädern der Schweiz und wurde für seine ruhige, idyllische Lage direkt am Wasser ausgezeichnet. Wassersportler finden in Arbon einen der größten Jachthäfen am Bodensee, und auch der Bodensee-Radweg führt direkt durch die Stadt — ideal, um Arbon mit den Nachbarorten am Ufer zu verbinden. Entlang der Promenade laden zudem gepflegte Parkanlagen mit Kinderspielplatz, ein Konzertpavillon sowie Boots- und Tretbootverleihe zum Verweilen ein.

Kulinarik & Genuss

Rund um den Hafen und in der Altstadt haben sich zahlreiche Cafés, Restaurants und Weinstuben angesiedelt, die mediterranes Flair mit Schweizer Gemütlichkeit verbinden. Der Wochenmarkt auf dem Fischmarktplatz bietet regionale Produkte aus der fruchtbaren Umgebung des Bodensees, und im MoMö-Museum lässt sich bei einem Streifzug durch Streuobstwiesen und Wildbienenparadies mehr über die Herkunft heimischer Früchte erfahren.

Feste & Kultur

Mitte Juni verwandelt das Seenachtsfest mit großem Feuerwerk über dem See die Stadt in einen Publikumsmagneten, und seit 2009 lockt das SummerDays Festival mit rund 10.000 Besuchern pro Tag internationale Musikgrößen an die Uferpromenade. Auch abseits der großen Feste sorgt der Fischmarktplatz das ganze Jahr über mit Konzerten und kleineren Veranstaltungen für Leben in der Altstadt.

Rund um Arbon

Von Arbon aus lassen sich mit dem Schiff oder dem Fahrrad bequem weitere Ufergemeinden wie Romanshorn und Rorschach erkunden, und auch das gegenüberliegende deutsche Ufer ist über den See gut erreichbar. Die Nähe zur Stadt St. Gallen im Hinterland macht Arbon zudem zu einem praktischen Standort für Ausflüge über die reine Bodenseeregion hinaus. Seit 1993 ist Arbon zudem über einen eigenen Zubringer an die Autobahn A1 angeschlossen, und die Bahnlinie entlang der sogenannten Seelinie verbindet die Stadt direkt mit Romanshorn und Rorschach.

Verfügbar in Arbon

Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen in Arbon

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